Vorbilder

Was sie bewirken können


Kennen Sie den Menschen auf dem Bild? Jugendliche werden diese Frage mehrheitlich mit: Keine Ahnung! beantworten. Viele ältere Leute hingegen werden ihn erkennen. Er war und ist mir ein Vorbild. Als Gymnasiastin wollte ich wie er Medizin studieren und in Afrika helfen.

Albert Schweitzer war Organist und hatte je einen Doktortitel der Theologie und der Philosophie. Er hätte in einem dieser Gebiete Karriere machen und reich werden können. Stattdessen studierte er Medizin und baute mit seiner Frau, die für die Finanzen sorgte, in Lambarene ein Urwaldspital auf. In späteren Jahren erhielt er für seinen Einsatz gegen die atomare Aufrüstung den Friedensnobelpreis. Er wird als guter Mensch verehrt und bewundert.

Menschen, denen wir nacheifern können, sind wichtig. Sie können uns positiv, aber auch schlecht beeinflussen. Ich denke z.B. an die Präsidenten der USA und weiterer Staaten, die mir egoistisch und menschenverachtend vorkommen und trotzdem von Vielen bewundert werden. Sorge machen mir auch die Influencer in den sozialen Medien, die sich den Frauen überlegen fühlen und junge Männer in dieser Haltung beeinflussen oder Gewalt verherrlichen. Auch die Influencerinnen, die den jungen Frauen weismachen, dass nur Schönheit und Glanz wichtig seien, kann ich nicht verstehen.

Ich wünsche mir mehr Menschen, die Freundlichkeit und Hilfsbereischaft vorleben und deswegen zu Vorbildern werden. Die Haltung der „Ehrfurcht vor dem Leben“, die Albert Schweitzer vertrat und lebte und die er auf Jesus zurückführte, ist mir immer noch ein Wegweiser in meinem Tun.

Eva Steiner