Fasten – your seat belt

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Dry January, einen Monat ohne Zucker, Verzicht auf Fleisch, mehr frische Zutaten für die Ernährung – haben Sie Vorsätze für eine gesunde Ernährung gemacht? Einen solchen Vorsatz für beschränkte Zeit umzusetzen ist viel einfacher, statt zu denken: «das mache ich für den Rest meines Lebens». Ein Monat – das geht vorbei, das schaffe ich!

Szenenwechsel: Daniel, an einem fremden Königshof. Hierher wurde er verschleppt im Krieg, diesem König muss er seine Fähigkeiten zur Verfügung stellen, ob er will oder nicht. Er muss dieselben Speisen essen, obwohl seine Religion es ihm verbietet. Als Gefangener hat er dazu nichts zu sagen, doch er weigert sich. Er macht dem König einen Vorschlag: «Lass mich und meine Freunde für zehn Tage unser eigenes Essen zubereiten: frisches Gemüse und Wasser. Danach sieh, ob es uns gut geht». Nach diesem Versuch sehen sie gesünder aus als die andern, sie dürfen mit dieser Kost weiterfahren. Seine Geschichte wird in der Bibel erzählt.

So wie Daniel einen Versuch startete, so starte ich jedes Jahr eine Fastenzeit. Ab Aschermittwoch (dieses Jahr am 18. Februar) bis Ostern verzichte ich auf einige ungesunde Nahrungsmittel und erfahre jedes Jahr, wie gut es mir tut. Fasten ist eine uralte Tradition in vielen Religionsgemeinschaften, es tut gut. Was es mit dem Anschnallen im Auto oder im Flugzeug zu tun hat? Nur das Wort: fasten = englisch: befestigen; deutsch (falls das Wort aus dem Gotischen stammt): festhalten (zum Beispiel an den Geboten der Enthaltsamkeit). Ein Versuch lohnt sich!

Christine Sieber-Feitknecht